Achterbahn der Gefühle? Schau auf dich, bleib psychisch fit!

Gerade in unseren turbulenten Zeiten können junge Menschen an ihre Grenzen stoßen. Umso wichtiger ist es, auf sich und seine Gefühle zu achten und sich mental fit zu halten.
Psychisch Fit

Zuversichtlich sein, das geht am besten mit einer Perspektive für die Zukunft. Foto: shironosov/Canva

Die Jugend kann einer Achterbahnfahrt gleichen, mal geht es steil bergauf, dann wieder tief hinab – bei Höchstgeschwindigkeit und ohne Pause. Schulpsychologe Josef Zollneritsch erklärt, warum man nicht davor zurückscheuen sollte, Hilfe zu suchen, und wo man diese findet.

Was sind die größten mentalen Herausforderungen für Jugendliche?
Für junge Menschen ist es schwierig, eine Perspektive zu bekommen, wie eine gesellschaftliche Krise bewältigbar ist. Ihnen fehlt die Erfahrung, große Probleme bezwingen zu können, auch die Kompetenz und der Glaube daran, dass individuelle Schwierigkeiten gut zu überwinden sind. Die Herausforderung liegt darin, Jugendlichen, insbesondere sozial benachteiligten, eine Perspektive zu geben, dass sie wieder mehr Zuversicht schöpfen können.

„Je früher eine persönliche Krise erkannt wird, desto schneller können (schulische) Hilfsmaßnahen eingeleitet werden. Es gibt immer einen Weg, um persönliche Probleme zu lösen!“ – Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner

In schwierigen Zeiten wichtig: sich anvertrauen! Foto: Katarzyna Bialasiewicz/Canva

Welche Anzeichen sind zu beachten? Wann soll man sich Hilfe suchen?
Jede Schwierigkeit ist ernst zu nehmen – jede Veränderung, alles, was mich belastet, was mein Wohlbefinden und meine Lebensfreude trübt. Das gilt auch für körperliche und psychosomatische Beschwerden wie Verdauungsprobleme, Herzrasen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Hautveränderungen, Antriebslosigkeit – die fehlende Freude, etwas zu tun oder zu unternehmen. Auch Lernprobleme und ein Leistungsabfall können Symptome sein. Es gilt, auf diese Dinge zu achten und sie anzusprechen, dann kann man sich ansehen, woran es liegt und wie man damit umgeht.

An wen können sich Jugendliche in so einem Fall wenden?
Zuerst einmal natürlich an die Eltern und das soziale Umfeld. Im schulischen Kontext können Lehrer und Klassenvorstand Anlaufstellen sein, ebenso das unterstützende Personal, das es an jeder Schule geben sollte. Diese Leute wissen, wer weiterführend helfen kann. Es gibt in jeder steirischen Bezirkshauptstadt eine kostenfreie psychosoziale Beratungsstelle.
Es ist im Prinzip also einfach, Hilfe zu finden. Nur – und das ist der wesentliche Punkt – muss man den Mund aufmachen. Man muss lernen, sich zu artikulieren, zu Schwierigkeiten zu stehen und sich nicht dafür zu genieren. Das ist am allerwichtigsten.

„Jede Schwierigkeit ist ernst zu nehmen – jede Veränderung, alles, was mich belastet, was mein Wohlbefinden und meine Lebensfreude trübt.“ – Josef Zollneritsch, Schulpsychologe

Wie geht man damit um, wenn psychische Erkrankungen im eigenen Umfeld als Tabu gelten?
Es gibt hier viele Ängste und Vorbehalte, deshalb muss man wissen: Im Prinzip ist jede psychische Erkrankung heilbar, wenn sie früh genug gesehen wird. Psychotherapie und Medikamente wirken bei psychischen Erkrankungen sehr gut. Psychologen oder Psychiater haben eine hundertprozentige Verschwiegenheitspflicht – hier kann man also wirklich alles zur Sprache bringen. Niemand muss Sorge haben, dass von Psychologen oder Psychiatern Aufzeichnungen gemacht werden, die einem später auf den Kopf fallen könnten. Das heißt, ich kann absolut darauf vertrauen, dass Experten im psychischen Bereich an einer wirksamen ­Hilfe großes Interesse haben.

GEORG JUNG-ZSIFKOVITS

 

fyi – for your info

Mehr zur psychischen Gesundheit:

soziales.steiermark.at

frauengesundheitszentrum.eu
Psychotherapie und Beratung für Mädchen, 5 Beratungseinheiten für Mädchen zw. 12 und 21 kostenfrei im Frauengesund­heitszentrum Graz

vmg-steiermark.at/burschenarbeit

hilfswerk.at

gfsg.at/angebote/kinder-und-jugend

 

Beitragsbild: mediaphotos/Canva

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